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Montag, 18. Januar 2010

Nachtrag: Schneemann-Demo

Liebe Freunde,

ich wurde soeben in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass die Schneemann-Demo die nächstes Wochenende stattfindet von Entega veranstaltet wird.
Entega ist ein sogenannter Ökostromanbieter. André hat mich in einem Kommentar zu diesem Post darauf hingewiesen, dass Entega ein Schummelanbieter ist und versucht Kapital aus sogenanntem Klimaschutz zu schlagen. 2008 war Entega für den Preis "Die Grüne Tomate" nominiert. Der Preis wird an Firmen vergeben, die "Grünfärberei" oder "Greenwashing" betreiben und dem Bürger Dinge vermitteln, die zwar nicht gelogen sind, jedoch nicht dem entsprechen, was man normalerweise dahinter erwarten würde.
Schummelstromanbieter Entega erneut auf Utopia

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Leider bin ich der Sache auf den Leim gegangen und habe sogar dafür Werbung gemacht. Ich danke André dafür, dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat. Das ist es, was dieser Blog leisten soll. Es soll ein Dialog zwischen Menschen entstehen, die sich Gedanken machen um die Zukunft, um Klimaschutz und Umweltschutz im Allgemeinen, um das System (sozial, politisch, wirtschaftlich) und was damit passieren soll bzw. was damit passieren kann, wenn wir es wollen. Das habe ich bereits im ersten Post angekündigt und das ist auch immernoch so. Ich freue mich wenn ich kritisiert oder verbessert werde, weil wir nur alle gemeinsam schlauer werden können. Ich hätte es bis zum kommenden Wochenende nicht gemerkt, dass etwas faul ist an der Demo und dem Veranstalter. Ich fand schlicht die Idee gut, Schneemänner mit einer guten Message dahinschmelzen zu lassen. Also vielen Dank nochmal für die Beteiligung und die Aufklärung.

2010: Internationales Jahr der Biodiversität

Liebe Freunde,

mein Hirn explodiert. Es ist voll von Info über Klimawandel und wie das ganze mit Naturschutz zusammenhängt. Eigentlich wollte ich meine Gedanken bezüglich der Bachelorarbeit recyceln und einen Artikel über das offizielle Jahr der Biodiversität 2010 schreiben. Und wie das ganze mit Klimawandel zusammenhängt und warum man aufpassen sollte nicht in Heuchelei zu verfallen, was das Thema angeht, aber ich denke das muss ich auf einen der nächsten Tage verschieben. Solche komplexen Gedankengänge sind momentan nicht im Rahmen meiner hirnlichen Möglichkeiten.
Daher nur ein kleiner Hinweis mit Bezug zu dem Thema: ich habe auf der rechten Seite des blogs zwei Banner angefügt: „Internationales Jahr der Biodiversität 2010“ und „Species of the Day“.

Der erste Banner führt zu der Seite, die die Biodiversitäts-Konvention (Convention on Biological Diversity CBD) bezüglich 2010 eingerichtet hat. Die Seite ist leider auf englisch.

„Species of the Day“ heißt „Art des Tages.“ Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) oder Weltnaturschutzunion veröffentlicht und aktualisiert die sogenannte Rote Liste. In ihr sind die weltweit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten gelistet. Die Weltnaturschutzunion wählt jeden Tag eine Art, die auf dieser Liste enthalten ist und macht sie zur „Art des Tages“. Der dazugehörige Banner wird jeden Tag aktualisiert und führt, wenn ihr ihn anklickt, zu einem Steckbrief bzw. einer kurzen Beschreibung, der jeweiligen Art. Leider ist das ganze auch auf englisch, aber ihr könnt es ja mal versuchen. Ich finde es immer wieder erstaunlich und zugleich schockierend, wie viele und welche Arten gefährdet sind.

Ich hoffe in naher Zukunft schaffe ich es eine kritische Betrachtung, des sogenannten „Internationalen Jahres der Biodiversität“ zu posten.
Der Einfachheit halber sind im Folgenden die beiden Banner noch mal angehängt:

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Nochmal: die beiden Banner sind dauerhaft auf der rechten Seite des blogs zu finden.

Donnerstag, 14. Januar 2010

You can't have infinity

Liebe Freunde,

Kopenhagen liegt inzwischen bereits einen Monat zurück. Die Medien haben das Thema verwunden und damit hat das Thema global massiv an Bedeutung verloren. Die Probleme die auf uns zukommen sind nicht ansatzweise gelöst. Im Gegenteil: es werden Wachstumsbeschleunigungsgesetze und Schattenhaushalte diskutiert, die genauso wie die momentane Klima- und Umweltpolitik zu lasten der kommenden Generationen gehen. Harald Welzer und Claus Leggewie schreiben in ihrem Buch „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“: „An wirtschaftlichen Stellschrauben zu drehen, wie in Konjunkturprogrammen und umweltpolitischen Reparaturmaßnahmen, gleicht dem Austausch eines defekten Wasserhahns in der Ersten-Klasse-Kabine der Titanic, nachdem sie den Eisberg gerammt hat.“
In anbetracht dieser Situation, möchte ich noch einmal an unsere Zeit in Kopenhagen erinnern, die geprägt war, von Repression durch die Polizei und Verhandlungen, die bewusst am Ziel vorbei geführt wurden. Allerdings nicht nur. Sie waren auch geprägt von friedlichen Demonstrationen und der Entstehung einer globalen Bewegung. Diese Bewegung fordert „System Change not Climate Change“ (Systemwandel nicht Klimawandel) und „You can’t have infinity“ (Ihr könnt keine Unendlichkeit haben). In der beschriebenen globalen Bewegung, die in Kopenhagen spürbar vorwiegend aus jungen Menschen bestand, werden die Dinge diskutiert, die wirklich eine Lösung wären: kein unendliches Wachstum, dezentrale, erneuerbare Energieversorgung, regionale und saisonale Ernährung, Alternativen zur fossilen Mobilität (Auto, Flugzeug), .... Lösungen, die alle dem Anspruch nach Unendlichkeit, Unbegrenztheit und Endlosigkeit widersprechen.
Leggewie und Welzer: „Das unausgesprochene, aber rigoros praktizierte Motto lautet: Unsere Kinder sollen es einmal schlechter haben als wir!“

Ich habe versucht unsere Eindrücke und die Atmosphäre, die wir in Kopenhagen erlebt haben, in einem Filmchen aus Fotos und Videoschnipseln, darzustellen. Für diejenigen von euch, die eine viertel Stunde Zeit haben:

Kopenhagen COP15 2009 from Info Klimaxikon on Vimeo.

Schneemann-Demo

ACHTUNG:
Ich habe übersehen wer die Demo veranstaltet: Entega, ein sogenannter Ökostromanbieter. André hat mich in einem Kommentar zu diesem Post darauf hingewiesen, dass Entega Schummelanbieter ist und versucht Kapital aus sogenanntem Klimaschutz zu schlagen. 2008 war Entega für den Preis "Die Grüne Tomate" nominiert. Der Preis wird an Firmen vergeben, die "Grünfärberei" oder "Greenwashing" betreiben und dem Bürger Dinge vermitteln, die zwar nicht gelogen sind, jedoch nicht dem entsprechen, was man normalerweise erwarten würde.
Schummelstromanbieter Entega erneut auf Utopia


Liebe Freunde,

gerade habe ich feststellen dürfen, dass vom 22.-24. Januar in Berlin eine Demonstration gegen den Klimawandel bzw. für entschiedenes Handeln stattfindet. Allerdings bin ich, wie ihr vielleicht auch, erstmal stutzig geworden, weil ich mir nicht ganz erklären konnte wie, bei einem so knackigen, schneeweißen Winter, wie wir ihn in Berlin schon eine Weile nicht mehr hatten, drei Tage lang demonstriert werden soll. Das kann nicht gesund sein.
Dann wurde mir jedoch einiges klar: für die Demonstrationsteilnehmer kann es nicht kalt und schneeweiß genug sein. Es handelt sich um Schneemänner.

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Wer also nicht nur Spaß am Schneemänner bauen hat, sondern seinem Schneemann gleich nach seiner Entstehung zur Inanspruchnahme seines Demonstrationsrechts verhelfen will, der finde sich innerhalb der genannten drei Tage in Berlin am Schlossplatz ein und erwecke seinen eisigen Kollegen zum Leben. Wem es aufgrund von Entfernung, Krankheit oder ähnlichen widrigen Umständen verwährt bleibt, an der Aktion teilzunehmen, kann sich trotzdem kreativ aus der Ferne einbringen. An folgende email-Adresse könnt ihr Plakattexte für die Demonstrationstransparente der Schneemänner einsenden: entega@schneemann-demo.de
Die Schneemänner mit den kreativsten Transparenten, werden später auf Utopia.de in einer Bildergalerie zu sehen sein.
Ansonsten baut doch einfach einen Schneemann bei euch im Garten, vielleicht auf einem Plastikliegestuhl mit Cocktail in der Hand und Sonnenbrille auf der Nase und schickt sonnige Schneemannsgrüße aus dem Süden, oder wo ihr grade seid.

Montag, 11. Januar 2010

Das perfekte Verbrechen?

Liebe Freunde,

ich bin seit heute dabei zu verstehen, über was ich eigentlich meine Bachelorarbeit schreibe und vor allem, warum ich das Ganze interessant finde. Die Überraschung meinerseits war groß und löste unmittelbar ein Wohlgefühl und eine Art Stressnachlass-Flow aus. Meine Arbeit ist nicht ganz klimaxikon-themenfern: weitestgehend geht es um die Anpassung des Naturschutzes an den Klimawandel. Aufgrund meiner, selbstverständlich intensiven Konzentration auf das genannte Thema, fiel es mir heute jedoch schwer den Weitblick zu bewahren und einen der Posts zu strukturieren und in die Tat umzusetzen, die ich schon seit längerem geplant habe.
Allerdings blieb Zeit und unausgelastete Hirnwindungen, um euch hiermit auf einen sehr übersichtlich gestalteten und gut erklärten link hinzuweisen:
Germanwatch (eine NGO, die sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen einsetzt) schildert "Den Globalen Wandel: Das perfekte Verbrechen?".

Wenn ihr etwas Zeit habt, kann ich euch wirklich empfehlen, dem link zu folgen und euch rechts an der Seite durch die verschiedenen Themen zu klicken:
Der Globale Wandel: Das perfekte Verbrechen?
Hier auch nochmal die direkten links, zu den verschiedenen Kategorien:
Wer sind die Opfer?
Wer sind die Täter?
Was sind die Motive?
Lösungsansätze
Wer zahlt die Schäden?

Samstag, 9. Januar 2010

The girl who silenced the world for 5 minutes

Liebe Freunde,

ich möchte heute nochmal ein Video loswerden, zu dem ich auch gar nicht viele Worte verlieren will. Das Video ist schon sehr alt (18 Jahre). Es wurde 1992, in Rio de Janeiro, Brasilien, aufgenommen. Ein Mädchen, Severn Cullis-Suzuki, spricht im Alter von 12 Jahren zu den Vereinten Nationen. Sie war in einer Kinder-Umweltschutzorganisation (Environmental Children's Organization (ECO))und sagt:

"Mein Vater sagt immer: Du bist was du tust, nicht was du sagst. Nun, was ihr tut, bringt mich Nachts zum Weinen. Ihr Erwachsenen sagt ihr liebt uns, aber ich fordere euch auf: Bitte! Lasst euer Handeln euren Worten folgen!"

Ich denke das Video erzeugt bis heute eine beklemmende Stille. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Severn inzwischen 30 Jahre alt ist.
Das Video ist auf Englisch, da Severn Kanadierin ist, aber ich habe eine Version mit deutschen Untertiteln gefunden:

Freitag, 8. Januar 2010

Die Anderen

Liebe Freunde,

heute gibt es nur einen kurzen Videotip. Laura, eine Kommilitonin von Felix, hat mich heute darauf hingewiesen, dass sie für eine Agentur gearbeitet hat, die mit Kurzfilmen versucht Menschen für Umwelt- und Klimafragen zu sensibilieren. Das Gesamtkonzept ist wirklich sehr interessant:
Das "Grundverständnis [von Freiland Kommunikation] ist es, dass jedes Mitglied dieser Gesellschaft, jede Person, Institution, jedes Unternehmen Verantwortung übernehmen sollte."
Menschen mit Kurzfilmen anzusprechen, die eindrucksvolle Botschaften künstlerisch und oft ironisch verpacken, ist im Web 2.0- und iPhone-Zeitalter das Mittel der Wahl um Aufmerksamkeit zu erregen und etwas zu bewegen.
Hier nun einer der Kurzfilme: "Die Anderen". Der Film hat den Klimapreis 2009, des 30. Internationalen Festival der Filmhochschulen in München, gewonnen.



Wer gerne noch mehr Kurzfilme dieser Art gucken will, folgt bitte einfach diesem Link:
Freiland Kommunikation Filme