Dienstag, 5. Januar 2010

Echter Ökostrom

Liebe Freunde,

jetzt haben wirs geschafft. Das neue Jahr hat begonnen. 2010 klingt genauso komisch, wie 2009 nach dem letzten Jahreswechsel klang und 2008 nach dem davor. Irgendwie ist es immer ein seltsames Gefühl wenn man plötzlich ein anderes Datum oben rechts auf den Brief schreiben muss. Außerdem wird immer an Silvester offensichtlich wie schnell die Zeit vergeht. Viel zu schnell. Das sagt mir nicht nur mein Rücken, der trotz meiner blutjungen Mitzwanziger immer öfter Zicken macht. Das merkt man auch an anderen Dingen. Zum Beispiel wäre ein Außenminister Westerwelle noch vor einem Jahrzehnt undenkbar gewesen. Schwuppps: Zeit vergeht und schon.... Tatatataaaa! Da ist er und er fühlt sich unglaublich wohl und grinst als gäbe es kein Morgen mehr. Außerdem gibt es jetzt Wachstumsbeschleunigungsgesetze oder Regelungen, die bewirken, dass fahrtüchtige Autos auf Kosten unserer und der zukünftigen Generation verschrottet werden oder Herr Rüttgers entwickelt Ideen (zusammen mit der „Klimakanzlerin“), die es ermöglichen trotz Klimawandel, abschmelzenden Polkappen, Bodenversauerung und Meeresspiegelanstieg neue Kohlekraftwerke zu bauen.... die Liste ist lang.
2010 ist, zumindest klanglich, wesentlich näher an 2015 (globale Emissionen müssen ihren Höhepunkt erreichen) oder 2020 als es 2009 war. Die Zeit wird knapper und wir müssen selbst in die Hand nehmen, dass es noch ein paar Neujahrswünsche in unserem Leben gibt, die man mit angenehmen Erinnerungen verbindet. Ein Beispiel um das zu tun ist den Atomausstieg selbst in die Hand zu nehmen und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.
Bereits nach meinem ersten Post auf Klimaxikon ist eine Diskussion darüber entstanden, welches der richtige Anbieter ist und welche Projekte förderungswürdig sind und welche nicht.

Ich habe gestern als ich ausgehungert in Berlin angekommen bin als erstes einen sehr leckeren vegetarischen, dänischen Hot Dog im Hot-Dog-Laden meines Vertrauens um die Ecke gegessen und da eine Auslage gesehen die meine Aufmerksamkeit erregt hat: „Echter Ökostrom: Volksentscheid – zukunftsfähige Energie oder Kohle, Öl & Atom?“.
Zunächst dachte ich natürlich es geht wirklich um einen Volksentscheid, bis mir klar wurde, dass es darum geht, dass jeder Mensch sowieso selbst entscheiden kann welcher Stromanbieter ihn mit Strom versorgt. Also so gesehen der Inbegriff eines Volksentscheides, wenn man seine Chance beim Schopfe packt.

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In den obigen Bildern (aus der Broschüre aus dem Hot-Dog-Laden) ist für die vier deutschen Ökostromanbieter aufgeschlüsselt woher sie ihren Strom beziehen. Insbesondere ist hiebei darauf zu achten, dass 2 von ihnen nämlich Naturstrom und Elektrizitätswerke Schönau Neuanlagen fördern, was Greenpeace Energy und Lichtblick nicht tun. Außerdem ist wichtig zu erwähnen, dass Naturstrom der einzige Anbieter ist, der nicht auf die Umlage durch das Erneuerbare Energien Gesetz zurückgreifen muss. Dies ist so, weil über 50% des Stroms von Naturstrom aus kleinen & mittleren Kraftwerken in Deutschland kommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kosten pro Kilowattstunde bei Naturstrom niedriger ist als bei allen anderen Anbietern (19,90cent). Obwohl hier bereits 1,25cent Neuanlagen Förderung enthalten sind.
Ein weiterer Vorteil von Naturstrom ist, dass tatsächlich ausschließlich erneuerbare Energien in den Mix kommen. Bei EWS wird Erdgas mit Kraftwärmekopplung und bei Greenpeace Energy Biomasse genutzt. Beides ist nicht hundertprozentig das Gelbe vom Ei.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass Naturstrom am empfehlenswertesten ist, EWS und Greenpeace Energy sind ebenfalls zu empfehlen wohingegen Lichtblick der Ökostromanbieter mit am wenigsten Ökostrom im Energiemix ist.

Für mehr Informationen zu allen Anbietern einfach auf das Bild klicken:

Echter Ökostrom

Außerdem hier der direkte Link zu den Vertragsformularen der Anbieter:
Stromanbieter jetzt Wechseln

Kommentare:

  1. Albert Fraunhofer10. Januar 2010 um 21:29

    Hallo Nico,
    seit ein paar Wochen wollte ich schon in deinen Blog reinschauen, erst jetzt habe ich es geschafft. Die Info mit den verschiedenen Ökostromanbietern finde ich sehr interessant und wir werden uns noch heute ein Anmeldeformular von Naturstrom ausdrucken. Auch die Vergleichsliste zwischen den einzelnen Anbietern ist sehr aufschlussreich. Mich würde interessieren, wie du an diese Vergleichsdaten kommst. Werden sie von den Anbietern freiwiilig zur Verfügung gestellt?
    Zum anderen finde ich es klasse, mit wieviel Elan du nach einem solchen Desaster (Kopenhagen)an die Probleme herangehst. Ich finde es nur schade, dass nicht mehr Menschen sich auf diesen Weg machen.

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  2. Ich habe dieses Blog hat es umfassende Informationen und voll ökostrom Strategie um Energie zu erzeugen lesen.

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